Herzratenvariabilität (HRV)

Vegetative Regulation - speziell bei Erschöpfungssyndromen

Die Untersuchung der Herzfrequenzvariabilität (Herzratenvariabilität, HRV) ermöglicht valide Aussagen zur Regulationsfähigkeit des vegetativen Nervensystems. Nicht nur bei Aktivitäten und Beanspruchung, sondern auch in Ruhephasen reguliert das Vegetativum die Herzaktionen dynamisch von Schlag zu Schlag. Mittels eines hochauflösenden Langzeit-EKG werden innerhalb eines 24-Stunden-Intervalls ca. 100.000 Herzaktionen aufgezeichnet. Zeit- und frequenzanalytische Berechnungen geben Auskunft zu den Aktivitäten von Sympathikus und Parasympathikus. Speziell bei Erschöpfungssyndromen und bei Stresserkrankungen kann aus den HRV-Befunden ein Belastbarkeitsstatus gewonnen werden, der die nachfolgende Therapieintensität steuert. Bei der Langzeit HRV-Diagnostik wird zudem der vollständige Befund eines 24 Stunden EKG erstellt und es können aus den Aufzeichnungen Erkenntnisse zum Schlaf des Untersuchten abgeleitet werden.

Auf der Basis vieler Jahre klinischer Erfahrungen und als Referent bei Schulungen, Kursen und Seminaren zum Thema Herzratenvariabilität finden unter meiner Führung auch jedes zweite Jahr die Langenthaler HRV-Tage statt, eine Plattform für Fachleute in der Schweiz, die mit der HRV arbeiten.